Phrasendrescher Al Gore und Bono am WEF
Sie nutzten ihren Auftritt, Al Gore und Bono, sie droschen die immer gleichen Phrasen in einer Lautstärke, die den Zuhöhrern das Zuhören verleidete.
Gore erklärte am Weltwirtschaftsforum zum Thema Klimawandel und Armut, es bleibe nur noch wenig Zeit, und es brauche weltweit koordinierte Anstrengungen, um die Welt vor der «grössten Katastrophe, die die menschliche Zivilisation je erfahren hat», zu bewahren. Bono, seit Jahren im Kampf gegen Hunger und extreme Armut engagiert, redete gestern vor allem den großen Industriestaaten ins Gewissen, die ihr vor bald drei Jahren selbst deklariertes Ziel, sich in Afrika stärker zu engagieren, verfehlt hätten: «Das ist ein Skandal!»
Konkretes folgte diesen "Appellen" nicht. Weder Bono noch Al Gore verließen den Boden der Rhetorik: Das zeigte sich besonders drastisch, als Al Gore die Einführung einer globalen Abgabe auf Treibhausgase verlangte und meinte, damit ließen sich alle mit dem Klimawandel verbundenen Probleme auf einen Schlag lösen, wenn denn nur für die Entwicklungsländer ein Ausgleichsfonds geschaffen werde. Selbst die Armut lasse sich damit besiegen, so Gore.
Das Publikum wähnte sich im falschen Film. Gore, der als US-Vizepräsident 1997 das Kyoto-Protokoll mitgestaltet hatte, wollte davon schließlich schon im Präsidentschaftswahlkampf 1999 nichts mehr wissen. Und heute verlangt er nun Dinge, die auf der globalen Agenda nicht einmal mittelfristig themafähig sind.
Gore erklärte am Weltwirtschaftsforum zum Thema Klimawandel und Armut, es bleibe nur noch wenig Zeit, und es brauche weltweit koordinierte Anstrengungen, um die Welt vor der «grössten Katastrophe, die die menschliche Zivilisation je erfahren hat», zu bewahren. Bono, seit Jahren im Kampf gegen Hunger und extreme Armut engagiert, redete gestern vor allem den großen Industriestaaten ins Gewissen, die ihr vor bald drei Jahren selbst deklariertes Ziel, sich in Afrika stärker zu engagieren, verfehlt hätten: «Das ist ein Skandal!»
Konkretes folgte diesen "Appellen" nicht. Weder Bono noch Al Gore verließen den Boden der Rhetorik: Das zeigte sich besonders drastisch, als Al Gore die Einführung einer globalen Abgabe auf Treibhausgase verlangte und meinte, damit ließen sich alle mit dem Klimawandel verbundenen Probleme auf einen Schlag lösen, wenn denn nur für die Entwicklungsländer ein Ausgleichsfonds geschaffen werde. Selbst die Armut lasse sich damit besiegen, so Gore.
Das Publikum wähnte sich im falschen Film. Gore, der als US-Vizepräsident 1997 das Kyoto-Protokoll mitgestaltet hatte, wollte davon schließlich schon im Präsidentschaftswahlkampf 1999 nichts mehr wissen. Und heute verlangt er nun Dinge, die auf der globalen Agenda nicht einmal mittelfristig themafähig sind.
anaximander - 25. Jan, 12:00

