Grundzüge einer Theorie der Gewalt
Der Philologe Jan Philipp Reemtsma, hat im Hamburger Institut für Sozialforschung eine achtteilige Vortragsreihe über Gewalt und Moderne eröffnet. Von Gewalt verstehen wir heute nichts mehr, erklärt er. Das gilt besonders für die "autotelische" Gewalt, die keinen Grund, sondern nur ein Ziel hat: "Ja, der Einsatz der beiden Atombomben war schrecklich, vielleicht auch moralisch nicht zu rechtfertigen, aber er war eine kriegerische Maßnahme, vielleicht auch ein furchtbares technisches Experiment - und das ist ja auch gar nicht falsch. Aber es ist nicht die ganze Wahrheit. Die versteht man erst, wenn man die unheimliche Fröhlichkeit von Truman und seines Kriegsministers Stimson ganz ernst nimmt, ihr Entzücken darüber, Menschen zu sein, die über ein derartiges Zerstörungspotential gebieten." Der Vortrag ist hier online abrufbar.
Mehr über die Vortragsreihe
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anaximander - 26. Jan, 16:54

