Jérôme Kerviel, der Zauberlehrling
In den Medien kursieren skurrile Vermutungen zu den Ereignissen in der Société Générale. Am glaubhaftesten ist noch dieser"Jérôme Kerviel glaubte an steigende Aktienmärkte. Kein Händler kann aber einfach Aktien kaufen und warten, dass es nach oben geht. Schon gar nicht Aktien im Wert von 48 Mrd. €, welche am Montag zur Begrenzung des Schadens auf den Markt gelangten. Deshalb spekulierte Kerviel mit Optionen, die es ermöglichen, mit einem Bruchteil des Kapitaleinsatzes gleichermassen an Kursgewinnen zu partizipieren.
Kerviel verkaufte dazu Put-Optionen, das heisst, er ging die Verpflichtung gegenüber Käufern ein, Aktien zu einem abgemachten Preis und zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen, egal, wie tief die Börse fällt. Als Entschädigung für sein Risiko erhält Kerviel eine Prämie. Steigt die Börse, verfällt die Option ungenutzt und die kassierte Prämie ist Kerviels Gewinn. Das ging 2007 über weite Strecken gut. Kerviel agierte wie eine Versicherungsgesellschaft: Er verkaufte Brandschutz-Versicherungen und erhielt für sein eingegangenes Risiko eine Prämie. Auch Versicherungen verdienen schliesslich Geld, weil es selten brennt."
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Kerviel verkaufte dazu Put-Optionen, das heisst, er ging die Verpflichtung gegenüber Käufern ein, Aktien zu einem abgemachten Preis und zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen, egal, wie tief die Börse fällt. Als Entschädigung für sein Risiko erhält Kerviel eine Prämie. Steigt die Börse, verfällt die Option ungenutzt und die kassierte Prämie ist Kerviels Gewinn. Das ging 2007 über weite Strecken gut. Kerviel agierte wie eine Versicherungsgesellschaft: Er verkaufte Brandschutz-Versicherungen und erhielt für sein eingegangenes Risiko eine Prämie. Auch Versicherungen verdienen schliesslich Geld, weil es selten brennt."
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anaximander - 27. Jan, 17:22

