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Montag, 28. Januar 2008

Kerviel und die Folgen für die Société General

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Strom aus Regentropfen

Solarzellen liefern in Deutschland wegen des wechselhaften Wetters viel weniger Strom als sie eigentlich könnten. Doch französische Wissenschaftler wollen nun auch die Regentage für die Energiegewinnung nutzen. Wie sie in der Fachzeitschrift "Smart Materials and Structures" berichten, könnten fallende Regentropfen genug Strom erzeugen, um Sensoren ohne Batterien und Stromanschluss zu betreiben.
"Wir dachten an Regentropfen, weil diese eine der bisher nicht genutzten Energiequellen in der Natur bilden", sagt Jean-Jacques Chaillout vom Minatec-Innovationszentrum in Grenoble. Zusammen mit seinen Kollegen konstruierte der Physiker ein Regenkraftwerk aus etwa zehn Zentimeter langen piezoelektrischen Modulen. Fällt ein Regentropfen auf diese Bauteile, wird es in Schwingung versetzt und erzeugt durch diese Bewegung elektrischen Strom.
Erste Messungen mit einem Prototyp zeigten, dass Regentropfen in Abhängigkeit von ihrer Größe zwischen einem Nanojoule und 25 Mikrojoule elektrische Energie pro Tropfen erzeugen können. Diese Werte bestätigen theoretische Abschätzungen, die die Forscher vor dem Bau des Moduls vorgenommen haben.
Die Stromausbeute ist ausgesprochen gering und mit allen anderen Kraftwerkstypen nicht zu vergleichen. Dennoch sieht Chaillout einige Nischen, in denen diese kleinen Regenkraftwerke sinnvoll eingesetzt werden könnten. In erster Linie denkt er an Sensoren, die völlig autark die Luftqualität messen oder den Regenfall auf einer Windschutzscheibe eines Autos bestimmen sollen. Der gewonnene Strom soll dabei ausreichen, um die gewonnenen Daten über kurze Strecken schnurlos versenden zu können. Selbst in Kühltürmen könnten viele dieser Piezoelemente eingebaut werden, um Detektoren für die Kalkablagerungen an den Innenwänden mit Strom zu versorgen. Hier wäre der Betrieb unabhängig von der Witterung, da permanent Wasser kondensiert und als Tropfen herabfällt.
Allerdings stößt diese Idee auch auf Skepsis. Denn zum einen regnet es nicht immer und zum anderen wisse man nicht, ob die Lebensdauer der kleinen Regenkraftwerke für einen zuverlässigen Betrieb von ganzen Sensornetzwerken ausreiche.
Autor: Jan Oliver Löfken / Smart Materials and Structures, New Scientist

Rätselhaft hohe Rückfallquoten bei Diebstahl

ap und sda melden: Jeder fünfte Dieb in der Schweiz werde rückfällig. Rund halb so groß sei die Rückfallquote bei Drogenhandel und beim Fahren in angetrunkenem Zustand - und Sexualdelinquenten würden nur in Einzelfällen rückfällig. Die Meldungen hat das Bundesamt für Statistik herausgegeben. Und dieses Bundesamt versucht - zugegeben etwas hilflos - uns zu erklären, warum Diebe öfter rückfällig werden als Sexualstraftäter. Dass es argumentiert, das Angebot von Waren wäre eine Verlockung für Diebe, mag noch angehen, aber dass "Diebe durch Umverteilung geheilt" werden sollen, schlägt dann doch dem Fass den Boden aus. - Ganz zu schweigen von der Politik, die schon wieder nach neuen Gesetzen schreit...

Wirtschaft sorgt sich nach Linksruck in Hessen

Wie wir bereits angedeutet haben, macht sich die Wirtschaft Sorgen nach dem Linksruck in Hessen - und die SPD, die Grünen und die LiNKE täten gut daran, zuzuhören. Arbeitsplätze können jederzeit verlagert werden, wie das Beispiel Bochum zeigt."Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Jürgen Thumann, sagte dem "Handelsblatt": "Der Linksruck in Deutschland setzt sich fort." Er betrachte die aktuelle Entwicklung "mit allergrößter Sorge". Die Linkspartei habe überraschend hohe Zustimmung erreicht, die CDU in Hessen viel stärker verloren als erwartet. "Die Politik muss aufhören, nur über soziale Gerechtigkeit und Umverteilung zu reden", sagte Thumann. Sie müsse stattdessen dafür sorgen, dass die Wirtschaft Arbeitsplätze schaffen könne: "Das ist sozial."

Kerviel, ein Opfer der Medien und der Bank?

Die Société Générale hält in einer fünf Seiten langen Mitteilung fest, sie wäre Opfer eines Betrugs geworden. Sollte sich dies nachweisen lassen, wären die Verantwortlichen der Bank fein raus.
Die Anwälte Kerviels halten dagegen, es liege noch nicht einmal ein Fehlverhalten ihres Mandaten vor, ganz zu schweigen von Betrug. Elisabeth Meyer und Christian Charrière-Bournazel erklärten gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, der Société-Générale-Chef Daniel Bouton beschuldige ihren Mandanten zu Unrecht, und habe ihn so "den Hunden zum Fraß vorgeworfen". Sie verurteilen auch die "mediale Lynchjustiz". Die Medien hätten fälschlicherweise behauptet, Kerviel wäre auf der Flucht gewesen und hätten unter diesem Vorwand Fotos von ihm veröffentlicht, obwohl er zu keiner Zeit flüchtig gewesen sei.
Letzte Woche, nachdem die Entwicklung an den Börsen auf einen Crash deuteten, so die Anwälte Kerviels, habe die Société Générale hektische Verkäufe getätigt und deshalb die Verluste von fast fünf Milliarden Euro mit provoziert. Der Société Générale werfen sie zudem vor, mit der Aufdeckung des Skandals die Öffentlichkeit von viel höheren Verlusten der vergangenen Monate ablenken zu wollen, beispielsweise aus der US-Immobilienkrise.
AFP

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